So gelingen gute Hundefotos – 6 einfache Tipps!

Beim Hund & Outdoor Fotowettbewerb, der in diesen Tagen an den Start gegangen ist, wird
bis Ende Februar das schönste Winter Hundefoto gesucht.
Für eher Ungeübte haben wir einige Tips zusammen gestellt, die den Hund ins rechte Licht rücken:

1. Die Perspektive
In die Knie gehen oder auf den Boden legen heißt das Motto. Wer spannende Hundefotos machen möchte sollte seinem Hund auf Augenhöhe begegnen oder eine Perspektive wählen, die einen ungewöhnlichen Blickwinkel erlaubt.


 

2. Das Licht
Ein alter Spruch lautet: “Zwischen 11 und 3 hat der Fotograf frei”. Das gilt besonders in den Sommermonaten, weil sich Tageslicht aus einem eher flachen Winkel am Besten eignet, den Hund ins rechte Licht zu rücken. Ideal ist es, wenn man sich so positioniert, dass die Sonne bzw. Lichtquelle schräg von links oder rechts hinten kommt.


 

3. Glanz in den Augen
Die Augen sind, wie beim Menschen der Schlüssel zu einem gelungenen Hundefoto. Wünschenswert ist es, wenn das Licht so fällt, dass es einen Lichtreflex in den Pupillen erzeugt. Durch diesen kleinen Reflex in den Augen wirkt der Hund sehr viel lebendiger.
Erreichen kann man das wieder durch das richtige Licht, die richtige Position zum Licht oder durch einen künstlichen Blitz. Aber Achtung, ein zu heller Blitz schadet Hund und Foto.


 

4. Der Bildausschnitt
Die richtige Positionierung des Hundes im Bild lässt ein Bild besonders wirken. In der Regel sollte man die Mitte meiden, und den Punkt, der den Blick anzieht, also meistens den Kopf ungefähr auf einer gedachten Drittellinie (horizontal und vertikal) positionieren.
Profis sprechen vom “Goldenen Schnitt”, der etwa dort verläuft.

Hund im goldenen Schnitt
 

5. Der Focus
Die Kamera sollte möglichst immer auf die Augen scharf stellen. Das gilt besonders, wenn man nahe am Hund ist und dabei eine lange Brennweite benutzt (nahe heranzoomt). Bei den meisten Kameras lässt sich der Focuspunkt manuell bestimmen.
Bei manuellem Focus kann man auf die Augen scharfstellen, den Auslöser halb gedrückt halten und vor dem Abdrücken die Kamera in den richtigen Bildausschnitt schwenken.


 

6. Den Hund freistellen
Dieser Tipp gelingt nur mit einer guten Kamera. Mit freistellen ist gemeint, dass der Hund scharf und der Hintergrund unscharf abgebildet wird.

Dafür sind 3 Faktoren zuständig:
a. Der Abstand zwischen Fotograf und Hund muss eher gering sein und der Abstand zwischen Hund und Hintergrund sollte möglichst groß sein.
b. Die Brennweite muss möglichst lang sein (hoher Zoomfaktor), also nahe heranzoomen.
c. Die Blende ist möglichst weit offen (kleine Blendenzahl).

Hund im Winter
 

Spezialtipp Schneefoto
Viele Schneefotos sehen so aus wie das Bild unten. Das hat einen einfachen Grund: Die Kamera kann (einfach gesagt) hell und dunkel nicht unterscheiden.
Die automatische Belichtungsmessung geht immer davon aus, dass der aufgenommene Bildinhalt etwa gleichmäßig viele helle und dunkle Bereiche enthält.
Ein einfacher Test enthüllt dieses Verhalten der Belichtungsmessung. Wenn man eine weiße und eine schwarze Fläche jeweils format füllend fotografiert, erhält man ein fast identisches graues Bild.
Deshalb muss man bei Fotos im Winter, die viel weiße Fläche (Schnee) enthalten das Foto bis zu 2 Belichtungsstufen überbelichten. Diese Funktion bieten nahezu alle modernen Kameras an.


 

Last but not least: Üben, üben, üben!
Es ist noch kein Meisterfotograf vom Himmel gefalllen und auch beim Fotografieren gilt der alte Spruch: Üben, üben üben und natürlich Spass haben!

Viel Freude beim Fotografieren und schöne Fotos von wunderbaren Hunden wünscht das Hund & Outdoor Team.

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2 Kommentare zu So gelingen gute Hundefotos – 6 einfache Tipps!
    • Sandra
    • Danke für die tollen Tips….Stella ist zu schnell zum ordentlich fotografieren…immer habe ich nur ihr Hinterteil drauf :-)
      aber wir üben fleißig weiter.
      LG Sandra

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  1. Pingback: Hundefotos mit der Sony HX9V - Bilderforum.de

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