Schnee fressen – Kälteangriff auf den Hundemagen

So mancher Hund liebt den Schnee und gerade das Tollen und Toben im weißen Pulver macht großen Spaß. Einige Vierbeiner lieben den Schnee so sehr, dass sie ihn sprichwörtlich zum Fressen gerne haben. Doch das kann zu heftigen Magen-Darm-Problemen führen.
Schnee fressen führt zu einem Kältereiz der Magenschleimhaut und es entsteht eine sogenannte Gastritis, auch Schneegastritis genannt.

Symptome einer Gastritis

Die typischen Symptome einer Gastritis sind zunächst einmal Fressunlust. Hinzu kommen Bauchschmerzen, die leicht erkennbar sind an einer gespannten Bauchdecke und einem gekrümmten Rücken. Einige Hunde reagieren mit Husten, Erbrechen und im schlimmeren Fall sogar mit blutigem Durchfall. Häufig hat der Hund auch Fieber.
Besonders heftig können die Beschwerden ausfallen, wenn der aufgenommen Schnee mit Dreck, Salz oder Streugut zusätzlich verunreinigt ist. Aus einer Gastritis kann so sehr schnell eine Gastro-Enteritis entstehen. Also nicht nur der Magen, sondern auch der Darm ist mit angegriffen.

Therapeutische Maßnahmen

Leidet der Hund unter einer aktuten Gastitis, so verordnet der Tierarzt zunächst einmal eine Nulldiät. Lediglich zimmerwarmes Wasser ist erlaubt. Somit kann eine Erholung des angegriffenen Magens gewährleistet werden. Doch häufig reicht diese Maßnahme alleine nicht aus. Es werden Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen verabreicht. Hinzu kommt eventuell ein Schmerzmittel und ein Magenschutz. Dieser verhindert zum einem die Produktion von Magensäure, damit die ohnehin gereizte Schleimhaut abheilen kann. Zum Anderen kleiden diese Magenpräparate den Magen mit einer Schutzschicht aus, so dass die Magensäure die Schleimhaut nicht reizen kann.
Zusätzlich hat sich eine Diät bewährt. Hierbei verzichtet man auf das Füttern zu großer Mengen an tierischen Eiweißen, denn tierisches Eiweiß regt die Produktion der Magensäure an. Um eine schnelle Magendarmpassage zu gewährleisten, verzichtet man idealerweise auch auf zu viel Fettanteil im Futter.

Vorbeugung statt Heilung

Wenn wir bereits wissen, dass der Hund sensibel auf Schnee reagiert, so empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld Vorkehrungen zu treffen, damit erst gar keine Gastritis entsteht.

Such und Fangspiele eignen sich nicht für den Schnee. Dies gilt besonders für das Werfen und Fangen von Schneebällen. Ist der Hund trotz schlechter Erfahrungen nicht davon abzuhalten, Schnee zu fressen, so kann man in diesem Fall auch über den Einsatz eines Maulkorbes nachdenken. Auch wenn man seinem Vierbeiner diesen Zwang möglichst ersparen möchte, so ist das Tragen immer noch besser, als die Behandlung einer Gastritis und eventuell einer dauerhaften Gabe von Medikamenten, weil die Gastritis chronisch wurde.

Eine Schneegastritis heilt normalerweise innerhalb einer Woche aus. Die Länge der Gabe von nötigen Medikamenten und die Behandlungsdauer mit diätischen Maßnahmen entscheidet der behandelnde Tierarzt.

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