Warum Kauen für Hunde so wichtig ist.

Warum kauen so wichtig ist

Viele Hundehalter können sich noch gut an die Welpenzeit erinnern, als der Vierbeiner Schuhe oder Socken zum anbeißen gerne hatte. Was uns nicht so begeisterte, ist für den Hund jedoch sehr wichtig. Und nicht nur die Welpen finden Kauen toll, in manchen Hundehaushalten macht auch der ausgewachsene Vierbeiner vor Teppichkanten, Stuhl- oder Tischbeinen nicht halt.

Doch warum ist das so?

Kauen beruhigt

Beginnen wir mit dem Welpen. Je nach Rasse beginnt der Zahnwechsel zwischen dem 4 und 7 Lebensmonat. Das Zahnfleisch ist leicht entzündet, es zwickt und juckt und der Hund versucht, mittels Kauen zu unterstützen. Diese Funktion ist nicht nur wichtig, sie hilft dem Welpen auch, die Schmerzen leichter zu ertragen und das Durchbrechen der Zähne zu beschleunigen.

Aber auch der ältere Vierbeiner kaut mit Vorliebe. Häufig wenn er alleine ist, sei es aus Langeweile, oder Stress.

Wissenschaftler haben noch eine weitere Erklärung für dieses Verhalten und das nicht nur bei Hunden: Das Kauen setzt Endorphine frei, so genannte Glückshormone. Säuglinge und kleine Kinder mögen ihren Schnuller und wenn die ersten Zähnchen kommen, steckt sich ein Kleinkind so manches in den Mund. Und wir Erwachsenen zum Beispiel essen gerne in schöner, geselliger Atmosphäre oder kauen einen Kaugummi. Wie wir Menschen, scheinen auch unserer Vierbeiner hier keine Ausnahme zu machen, erklärten die Wissenschaftler. Wenn man sich manche nagenden Hunde anschaut fällt auf, manche schlafen während des Kauens auf einem Kausnack sogar ein.

Kauen ist wichtig für die Zahngesundheit

Kauen macht aber nicht nur glücklich, Kauen ist auch gut für die Zahngesundheit. Durch regelmäßiges Kauen wird der Zahn abgerieben und das Zahnfleisch durchblutet. Zahnstein kann sich so nicht festsetzen, bestehender Zahnstein wird teilweise abgelöst. Durch das Kauen entsteht nachweislich auch weniger Karies.
Kausnacks sind also nicht nur ein Leckerchen, sondern sie machen unseren Hund glücklich, entspannen ihn, beschäftigen ihn und sind gesund für seine Zähne.

Ist jeder Kausnack geeignet?

Ein ganz klares NEIN. Abgesehen davon, dass der Hund zwar gerne Holz zernagt, ist hier auf die Gefahr der Holzsplitter hinzuweisen. Ähnlich sieht es mit Kunststoff aus. Auch hier können giftige Substanzen den Hund schädigen, oder verschluckte Kunststoffteile zu Problemen im Magen-Darm-Trakt führen.
Ein Problem ist der unnötige Zuckerzusatz in sehr vielen Kauprodukten. Einigen speziellen Zahnpflegekauprodukten wird ein Zuckerzusatz zugeführt, damit auch „kaufaule“ Hunde durch die Süße zum Kauen verlockt werden. Leider ist Zucker, oder ein Zuckerersatzstoff ungesund für die Zähne und den Hundeorganismus.

Welcher Kausnack ist besonders geeignet?

Alle natürlichen Produkte, wie z.B. Rinderohren, Lammohren, Fellstreifen, Pferdeknochen, Nackensehnen, Ochsenziemer und vieles mehr.

Hier gilt, richtig ist, was schmeckt und worauf der Hund auch wirklich mit Begeisterung länger kaut. Welches Leckerchen sich dazu am besten eignet, das wird der Halter anhand der Vorlieben seines Vierbeiners selber herausfinden. Manche Hunde bevorzugen Rind oder Huhn, andere reagieren vielleicht allergisch und benötigen deshalb z.B. Lamm oder Pferd. Einige sind Übergewichtig, oder neigen dazu kleine Leckerchen direkt zu verschlucken.

Je nach Bedarf steht dem Vierbeiner eine Vielzahl von Produkten zur Verfügung.

Erwähnenswert im Kaubereich sind auch spezielle Hilfsmittel. Hierzu eignet sich der Kong sehr gut.

Für jedes Hundealter passend, kann der Kong mit Futter, oder einem Leckerchen gefüllt werden. An heißen Sommertagen, oder als Zahnungshilfe kann der zuvor befüllte Kong auch eingefroren werden. Welpen wird auf diese Weise der Zahnungsschmerz durch die Kälte ein wenig erleichtert. Der ausgewachsene Hund erhält an heißen Tagen so sein spezielles Hundeeis. Außerdem muß sich der Vierbeiner mit gefrorenem Futter länger beschäftigen.

 

Wir sind uns sicher, für jeden Vierbeiner ist das passende Produkt in unserem Sortiment vorhanden und wir wünschen einen angenehmen Kauspass.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.4/5 (5 votes cast)
Warum Kauen für Hunde so wichtig ist., 4.4 out of 5 based on 5 ratings

Ähnliche Beiträge

Terra Canis, Hundefutter ... Die Philosophie Im Jahre 2005 begann Frau Birgitta Ornau damit, ihre Idee von einem qualitativ hochwertigen Futter umzusetzen. Mit bescheidenen Mitteln arbeitete sie zunächst von zu Hause
Wie versorge ich meinen H... Früher oder später müssen sich die meisten Hundehalter einmal mit dem Thema Operation auseinander setzten. Für viele von uns ist es zunächst ein Schock, doch leider müssen
Julius K9 Schleppleine Te... Testergebnisse und Erfahrungsberichte Julius K9 Schleppleine Nachdem wir fleißige Produkttester für die Julius K9 Schleppleine gesucht und kurze Zeit darauf auch gefunden haben, präsentieren wir euch nun
Das richtige Leckerchen z... Leckerchen sind aus der Hundehaltung kaum wegzudenken und dienen dazu, den Hundealltag zu „versüßen“ und den Hund für eine tolle Tat zu belohnen. Wir Halter gönnen uns
Platzzzz, Hiiiiieer, KOOO... Gleich vorweg, ob wir unseren Hund mit „Komm“, „Hier“ oder „Zu Mir“ zu uns rufen, macht für den Vierbeiner keinen Unterschied. Befreien wir uns also von dem
Der sichere Hundegarten Ein Garten ist für Hund und Halter viel mehr als nur ein Stück Rasen. Ein Garten ist ein Platz zum Toben und Tollen, zum Spielen und Entspannen,
CREATE YOUR OWN STYLE: Gr... Mit dem CREATE YOUR OWN STYLE Programm kannst du jetzt deine Kleidung gratis zu einem echten Unikat gestalten Wenn du schon immer den Wunsch hattest, ganz individuell
Mit einem Pfiff zum Gehor... Eine Hundepfeife stammt ursprünglich aus der Arbeit mit Jagd- oder Hütehunden. Jeder kennt die faszinierenden Bilder und Dokumentationen, wenn der Border Colli nur über einen Pfiff gelenkt
Biothane: Halsbänder �... Ganz neu und voll im Trend liegen Hundhalsbänder und Leinen aus Biothane. Biothane ist ein Material, das hinsichtlich Oberfläche und Struktur dem Leder sehr ähnlich ist. Das
Tierpsychologen und ihre ... Wir sprachen kürzlich mit einer angehenden Tierpsychologin, weil uns dieser Beruf interessiert. Manchmal stellt man sich die Frage: Braucht ein Tier psychologische Hilfe? „Ich bin von Kindesbeinen

Schreibe ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *