Erstellt in Erziehung & Ausbildung, Hundewissen am 29. Oktober 2014

Gleich vorweg, ob wir unseren Hund mit „Komm“, „Hier“ oder „Zu Mir“ zu uns rufen, macht für den Vierbeiner keinen Unterschied. Befreien wir uns also von dem Gedanken, unser Hund versteht die Wörter, denn das tut er nicht. Jetzt könnte man aber behaupten: „Mein Hund setzt sich aber, wenn ich sage: Sitz!
Richtig. Aber nicht weil er die Bedeutung des Wortes erkannt hat, sondern weil er eine Verknüpfung hergestellt hat. Hunde verknüpfen Handlungen, Objekte, oder Personen mit einem jeweiligen Wort, wenn wir es oft genug und vor allem sehr eindeutig anwenden. Benutzen wir also das Wort Sitz immer dann, wenn der Hund sich setzen soll, so lernt er mit der Zeit, sich zu setzten wenn wir Sitz sagen. Kommt aber jetzt das Wort in einem ganzen Satz vor: „Setzt dich jetzt hin“, oder Sei doch so brav und mach ein Sitz“, dann begreift der Hund nicht, was von ihm verlangt wird. Das Wort „Sitz“ verändert sich in einem Satz so stark, das es für Hundeohren nicht mehr zu filtern ist. Es ist also die Betonung eines einzelnen Wortes, verbunden mit dem Klangbild, welches sich der Hund einprägt, hinzu kommen noch langgezogene Vokale, oder bestimmte Zischlaute.