Hundewissen

  1. Aus eins wird zwei? – Leben im Hunderudel

    „Du hast es gut,“ seufzt meine Freundin die in meiner Küche sitzt und meinen beiden Hunden beim spielen zuschaut. „Wieso?“ frage ich erstaunt, weil ich im Moment nicht ganz folgen kann. „Schau doch Deine Beiden an, wie sie da miteinander spielen. Du hast das Glück und hast gleich 2 Hunde, ich habe gar keinen, weil es beruflich einfach nicht geht,“ erklärt sie traurig.
    „Liebes, so toll wie das hier erscheint ist das aber nicht immer. Da hatte ich auch schon ganz andere Momente,“ versuche ich zu trösten. „Wie meinst du das?“ fragt sie erstaunt.

  2. Alle Jahre wieder

    „Ganz ehrlich Schatz, ich weiß das Finchen sich einen Hund wünscht, aber bitte nicht zu Weihnachten,“ versuche ich meinem Mann den Gedanken an einen Welpen unter dem Weihnachtsbaum auszureden.
    „Ja warum denn nicht? Sie wünscht sich doch einen Hund, warum dann nicht zu Weihnachten?“ werde ich halb genervt halb interessiert gefragt. „Das kann ich dir gerne erklären.“

  3. Der Hundehaushalt und seine Gefahren

    „Gesundheit, hast du dich erkältet?“ fragt mich mein Mann nachdem er festgestellt hat, dass ich niesend, zu einer ihm unbekannten Zeit auf dem Sofa liege.
    „Ja irgendwie fühle ich mich nicht so wohl“, antworte ich und sehe aus den Augenwinkeln meinen Hund, der interessiert mit seiner Nase den Wohnzimmertisch beschnüffelt, wo ich Tempos, Tee und Halstabletten platziert habe. Ich beobachte ihn und denke mir: „Das könnte aber gefährlich werden wenn mein Hund jetzt unbeaufsichtigt im Wohnzimmer wäre, da muss ich aufpassen,“ am Ende schnappt er sich noch meine Halstabletten.

  4. Behindert – Geboren um zu Leben

    „Ist der so geboren worden? Oder hatte er einen Unfall?“ Diese Frage höre ich recht häufig. Oft ist der Tonus dann: „Gott der Arme, macht ihm das was aus?“ Cappi (richtig von Handicap abgeleitet) kommt ursprünglich aus Rumänien und hatte dort kein wirklich schönes Leben. Was genau ihm passiert ist weiß man nicht, Tierschützer fanden ihn verletzt in einer Seitengasse und haben ihn aufgenommen. Er wurde nach Deutschland gebracht, wo man ihm den Vorderlauf, nach Versuchen der Rettung,schließlich abnehmen mußte. Cappi ist heute 2 Jahre und lebt in meinem Rudel zusammen mit noch 2 anderen Hunden. Ja, er hat nur 3 Pfoten, aber eine Behinderung bei einem Hund unterscheidet sich deutlich von der eines Menschen.

  5. Entspannt mit Hund beim Tierarzt

    Ich schau von meiner Zeitschrift auf und erblickte einen stattlichen Dobermann, der durch die Eingangstüre unserer Tierarztpraxis kommt. Wenig interessiert bleibt Poldi einfach neben mir liegen. „Ich komme mal wieder mit Mücke, mir graut es, aber es muss ja sein,“ höre ich die Halterin durch die offene Wartezimmertüre mit der Tierarzthelferin sprechen.

  6. Ein würdevoller Abschied für unsere Hunde

    Jeder Mensch muss in seinem Leben manchmal Abschied nehmen von etwas, das er lieb gewonnen hat. Stirbt einer unserer Mitmenschen, ist es selbstverständlich, ihn würdevoll mit einer Trauerfeier und einem Begräbnis zu verabschieden.
    In der heutigen Zeit sind unsere Tiere nicht nur Mitbewohner. Für manche alleinstehenden Menschen sind sie vielleicht das einzige Familienmitglied und ein treuer Begleiter geworden.
    Gerade deshalb ist es verständlich, dass der Wunsch nach einem würdevollen Abschied immer größer wird.

  7. Können Hunde lieben ?

    „Was ist denn los?“ Noch halb schlafend öffne ich die Augen und versuche herauszufinden was mich geweckt hat? Mein Hund sitzt neben mir auf dem Bett und schaut mich an. Mit seiner Zunge leckt er mir übers Ohr und ich strecke meine Hand aus und streichele ihn. Wie eigentlich jeden Morgen schmiegt er sich dicht an mich und ich kraule ihm den Bauch. Dabei hebt er genüsslich seine Pfote und streckt sich wohlig. Seit er ein kleiner Welpe ist habe ich meinen Frodo und mit jedem Tag liebe ich ihn mehr. Ich würde so ziemlich alles für ihn tun. Doch wie ist das eigentlich mit ihm? Liebt mein Hund mich auch? Kann er so lieben wie ein Mensch?

  8. Hat ein Hund Launen?

    „Das darf jetzt aber nicht wahr sein? Oh nein und das auch noch ausgerechnet heute.“ Ich stehe in der Küche und traue meinen Augen nicht, die Spülmaschine ist undicht und das Wasser steht auf dem Küchenboden. Dazu kommt noch ein Zahnarzttermin heute Nachmittag und ich war noch nicht mit Hoppla spazieren.

  9. Positive Aspekte der Hundehaltung

    Schlecht gelaunt und genervt komme ich vom Einkaufen nach Hause. Doch immer wieder empfinde ich dasselbe wenn Carlos mich schwanzwedelnd begrüßt. Er freut sich mich zu sehen, auch wenn ich mit „Sauertopf Miene“ aufschließe. Ob ich will oder nicht, meine Stimmung hebt sich und was mich eben noch genervt hat, rückt ein wenig in die Ferne wenn ich meinem Hund über den Kopf streiche.

  10. Wie soll er denn nun heißen?

    „Ich bin schwanger“. „WIE BITTE“? Mir fällt vor Schreck bald der Kaffee aus der Hand. Völlig verblüfft frage ich genauer nach. „Wie Du bist schwanger? Ich dachte die Kinderplanung sei abgeschlossen?“ „Ja ist sie auch“ grinst meine Freundin zurück. „Ich bin Hundeschwanger.“ „Ihr bekommt einen Hund?“ „Jaaaaa“. „Wie toll, was für einen? Wo kommt er her und habt ihr schon einen Namen?“